

Wenn ich die See seh,
brauch ich kein Meer mehr
Buch und Regie: Doris Heiland
Regieassistenz: Christa Winkler
Kostüme: Anna Zuckschwerdt
Bühnenmalerei: Moni Bosch
Licht: Dagmar-Christine Bildon-Pernath
Verfolger: Manuel Hess / Martin Kranz
Organisation: Christina Brosch
Darsteller
Matrose: Sigi Aldenhoff
Pensionärin: Christiana Brosch
Marktfrau: Catherine Grosskopf
Wirtin: Judith Lange
Strandläuferin: Ineke von Staalduinen
Klabautermann: Bruno Weber
Souffleuse: Constanze Wohlgemuth
Für die Mitarbeit an der Produktion danken wir besonders:
Michael Göing, der das Plakat für uns entworfen hat und
Jürgen Leipold, der sich um die Einrichtung des Bühnenlichts gekümmer hat.
Ein besonderer Dank gilt
dem Clube Recreio Rogilense, Rogil
der uns freundlicherweise den Raum
für die Proben und Aufführungen zur Verfügung stellte, und
Caroline Beck, die das Plakat liebevoll in den Sand setzte..
Titel Autor/Komponist
Hafenkneipe J. Ringelnatz/E. Bystron
Über dem Meer N. Hikmet
Meeresode I F. Pessoa
Moritat von dem schrecklichen
Schiffuntergang der Cimbria
Hey, hey Klabautermann Tschingiskhan (Zitat)
Meeresode II F. Pessoa
Ballade von den Seeräubern B. Brecht/K. Schwaen
Manila J. Ringelnatz
Meeresode III F. Pessoa
Übers Meer R. Reiser
Möwenlied Ch. Morgenstern
Amsterdam J. Brel
Kuddeldaddeldu J. Ringelnatz
Wenn man ans Meer kommt E. Fried
Die Strömung J. Ringelnatz
Meeresode IV F. Pessoa
Die Westküsten Ch. Morgenstern
Schwarz war die See Lüül
Pause
John Maynard Th. Fontane
Preludium C Dur J. S. Bach
Moritat von der großen
Überschwemmung in Leipzig
Trutz Blanke Hans D. v. Liliencrohn
Damals hinterm Mond Element of Crime
Die Lorelei H. Heine/Fr. Silcher
Der Handstand auf der Lorelei E. Kästner
Der Fischer J.W.Goethe/E. Räuker
Das Meer ist angefüllt von Wasser H. Erhardt
Canção do Mar T. da Silva
Auszug aus Meeresode Fernando Pessoa
Ach, dieser ganze Kai ist steingewordene Sehnsucht!
Kai, schwarz gespiegelt in stehenden Wassern,
Gepolter an Bord der Schiffe,
o irrende, unstete Seele der Schiffsmannschaften,
Sinnbild der Durchfahrt und des Unbestands,
denn wenn ein Schiff in den Hafen heimkehrt,
ist stets die Mannschaft eine andere.
Ach, ferne Strände, von fern erspähte Kais,
und später nahe Strände, von nahem erblickte Kais.
Die Unergründlichkeit jedweden Aufbruchs, jeder Ankunft.
Ach, die Frische der Ankunftsmorgen
und die Blässe der Abschiedsmorgen.
Sehnsucht nach irgend etwas,
Sehnsucht nach welcher Küste?
Welchem Kai?
Und welchem Schiff?
Die Strömung. J.Ringelnatz
Die Strömung strömte Süd-Nord-West
Und bog sich dann im Bogen.
In ihrer Mitte kam ein Rest
Von einem Boot gezogen.
Dann kam ein Wasserleichelchen;
Es war von Außen offenbar
Noch ziemlich frisch.
Dahinter trieb ein Speichelchen,
Das abgesondert war
Von einem Fisch.
Dem folgte sehr viel Kohlendreck.
Das Wasser wurde trüber.
Dann gondelte verdorbener Speck
Fischunterzupft vorüber.
Dann trieb ein Balken stumpf vorbei,
Dann nichts, dann ein Stück Dichtung,
Ein Flaschenkork und allerlei, -
Alles in gleicher Richtung.
Dann kam ein Rest von einem Boot.
Ihm folgte eine gelbe
Chinesenleiche, stark zersetzt.
Und alles, was ich sah, war tot,
War unbedeutend und zuletzt
Im Grunde stets dasselbe.
Wenn man ans Meer kommt Erich Fried
Wenn man ans Meer kommt
soll man zu schweigen beginnen.
Bei den letzten Grashalmen
soll man den Faden verlieren
und den Salzschaum
und das scharfe Zischen des Windes einatmen
und ausatmen
und wieder einatmen
Wenn man den Sand sägen hört
und das Schlurfen der kleinen Steine
in langen Wellen
soll man aufhören zu sollen
und nichts mehr wollen wollen nur Meer,
nur Meer ...
Wissenswertes über das Wasser
Satte 70 Prozent des menschlichen Körpers bestehen aus Wasser,
der Kopf sogar aus knapp 85 Prozent.
Wasser umgibt seit jeher ein Mythos. Die Quelle des Lebens, ein Symbol des Unbewussten.
In den Weltreligionen ist das Element Wasser oft heilig und heilend und steht häufig für eine geheimnisvolle Lebenskraft.
So waren z.B. in der Vorstellung der Babylonier das fruchtbare weibliche Salzwasser und
das männliche Süßwasser in einem gewaltigen Urozean noch miteinander vereint,
bevor sie sich später trennten.
In fast allen Kulturen unserer Erde gibt es sowohl Götter, die dieses Element bewohnen,
als auch Dämonen und Geister, die sich dorthin zurückgezogen haben. In unzähligen Mythen und Geschichten spielt Wasser eine zentrale Rolle - allen voran die Sintflut mit der Arche Noah.
Und hier noch zwei Sprüche, die man sich gut merken sollte:
Man ertrinkt nicht, weil man unter Wasser taucht, sondern weil man unter Wasser bleibt.“
Wenn einem das Wasser bis zum Hals steht, sollte man den Kopf nicht hängen lassen.“
Mit dieser Produktion
verabschieden wir uns von unseren Zuschauern.
Zwanzig Jahre haben wir mit den wenigen Mitteln, die uns zur Verfügung standen,
versucht, gute Unterhaltung zu bieten, und
vielen von Ihnen möchten wir für Ihre Treue als Zuschauer danken.
Wir haben für unsere Arbeit 
während der ganzen Jahre
nie eine finanzielle Unterstützung erhalten, sondern konnten unsere Projekte
nur mit Hilfe Ihrer Spenden und der kostenlosen Mitarbeit aller Beteiligten realisieren.
Aber die Freude an der Arbeit, hat uns durchhalten lassen.
Wir hoffen sehr, dass sich neue Gruppen auf diesen manchmal schwierigen
aber auch erfüllenden Weg machen werden, und möchten uns an dieser Stelle
noch einmal bei allen bedanken,
die uns mit Rat und Tat immer zur Seite gestanden haben.
The Nandy Charity Shop
Florian Delius
Gerlinde Hartlmaier
Berenike Jacob
Thorsten Mista
Jürgen Rotter
Frank Schildt
Laura Tschampel
Alle Vorstellungen waren sehr gut besucht und fasst Jede/r
ging erfreut nach Hause ...
ich persönlich hätte noch gut 2 Std. mehr zu-sehen-hören können...






















mit Doris auf der Bühne

zwei der vielen Rückmeldungen:
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